Einsichten aus Arbeitskontakten

Michael Erben

14.07.2010

Mediales Rauschen erzeugt Druck - doch getreu physikalischer Gesetze wird das 'erdrückte' Objekt dann nicht zerbersten, wenn genug Gegendruck eingesetzt wird. Nichts anderes ist professionelles Blogging. Man kann so etwas mittlerweile mehrsprachig aus Indien 'beziehen'. Sicher nicht, um es unbesehen zu übernehmen, jedoch als verlängerte 'Content-Werkbank'.


04.07.2010

Einen Pitch nennt man in der Kommunikatorensprache, wenn sich zwei und mehr Agenturen im Wettbewerb zueinander messen. Doch ist es noch Wettbewerb, wenn der eine den anderen über Wochen im Glauben lässt, er werde gar nicht antreten und dies dann in letzter Minute doch noch tut? Ja, sich vorher noch als Berater/in anbietet? Gemeinsam zum Sieg - also aus Beziehungen gemeinsame Stärke ziehen: Für manche scheint dies noch ein weiter Weg zu sein.


18.06.2010

Heilsusen und Waschlappen: Ungeschminkte Hinweise auf Karrierekiller wie mangelnde Sensibilität und Absicherungsversuche, die liest man jetzt beim Manager Magazin in einem Interview mit Headhunter Michael Neumann. Frech und mutig!


11.05.2010

Flexibilität, Stopp + Go, Mobilität - so sieht das Umfeld aus. Eine starke Herausforderung für eine konsistente Kommunikation. Geht das wirklich per Betriebsanleitung? Werbeagenturen, vor allem solche mit Bezug zur Markenführung, plädieren dafür. Der Beweis dessen, dass ein Schuster, der bei seinen Leisten bleibt, sich kommunikativ leichter tut als der Manager eines beweglichen Portfolios, liegt auf der Hand. Doch es dürfte schwer fallen, hieraus eine ökonomische Erfolgsformel abzuleiten. Um im Bild zu bleiben - nur Schuster untereinander lassen sich vergleichen.


22.04.2010

Gut überlegt. Markenkonsistente Kommunikation setzt markenkonsistente Produkte voraus. Wie sieht es dann mit einer Erweiterung des Produktprogramms aus, wenn der originäre Markt nichts mehr hergibt? Das fragte sich ganz offensichtlich auch ein westfälischer Maschinenbauer. Statt auf Neuaufträge von KFZ-Zulieferern zu warten, startete er parallel ein Unternehmen, das eine boomende Branche mit einem aus Feinblechen hergestellten Endprodukt beliefern soll. Mehr soll hier nicht verraten werden - doch ein Blick auf seine Zeitmaschine ist durchaus erlaubt.


02.04.2010

Ein gutes Beispiel wirkt wie ein Schnappschuss - dass die Muttergesellschaft der Paulaner Brauerei die Archivierung der Getränkerezepte nach dem Hektoliterumsatz priorisierte, ist das eine. Dass dabei das Oktoberfestbier an die letzte Stelle rutschte und damit den geringsten Kopierschutz erhielt, ist der eigentliche Clou. Merke: Nicht die Häufigkeit ihrer Nutzung, sondern der Anlass entscheidet über den Wert einer Information - so gerade gelernt aus dem Gespräch mit einem Experten für Informationssicherheit.


28.01.2010

Messebesuche im IT-Umfeld klären nur selten über das Zielpublikum auf. Zu sehr gleichen heute Messebau und Präsentationssysteme wie ein Ei dem anderen. Insofern war die diesjährige OOP ein Augenöffner - ein Billiardtisch hier, eine Pokerrunde da, der aus New Economy Zeiten noch erinnerbare Tischfußball sogar zweimal und obendrein Roboter-Kricket: Hier waren Techies beinahe unter sich - Entwickler mit viel homo ludens im Blut.


12.01.2010

Erwiesen. Nichts ist besser als das Drumherum auf Konferenzen - und dennoch muss zunächst das Programm attraktiv genug sein, um Präsenz zu sichern. Das ist die Quadratur des Kreises, mit der (auch) ein Forum Kiedrich als Veranstalter immer wieder konfrontiert ist. Schon in seiner Gründungserklärung steht, dass seine Treffen nicht zuletzt das 'Prinzip positiver Zufälle' unterstützen - man also dem Zufall Zeit einräumt, um dem richtigen Ansprechpartner, Mentor oder potenziellen Mitstreiter begegnen zu können. Die aktuelle Hirnforschung besagt, dass wir durch ein persönliches Zusammentreffen sechs Mal mehr Informationen aufnehmen als durch einen virtuellen Kontakt. Das sollten auch die Akteure der Open Innovation Szene bedenken.


22.12.2009

Projekte - das sagt sich so leicht. Denn alles, was einen Anfang und ein Ende hat, ist per definitionem ein Projekt. Richtig spannend wird es, wenn Erfolgshonorare vereinbart werdeen - für Abdruck, für Zitate, für Absatzförderung. Ist PR dafür das richtige Metier? Honorare sind kurzfristige Incentives. PR wirkt längerfristig und damit strukturell. Das sollten gerade auch IT-geprägte Menschen verstehen. Es lohnt sich, in gute Beziehungen zu investieren. Grundrauschen ist wichtig! Jeder Rückzug aus einer Kommunikationsbeziehung schafft Irritation.


08.12.2009

Innovationsfähig - lässt man sich dieses Wort auf der Zunge zergehen, scheinen Nuancen auf, die einem nicht unbedingt lieb sein müssen. Hat das Attribut nicht etwas mit 'mithalten' zu tun, mit 'der Schwächere scheidet aus', mit 'wenn nicht jetzt, wann dann'? Oder hat es eher grundsätzlich etwas mit einer allgemeinen Befähigung zu tun, die niemanden ausschließt? Dann würde es dem schönen Aphorismus entsprechen vom 'Es ist Krieg. Und niemand geht hin.'. Stoff genug für einen Kommentar. Doch am Ende muss es heißen 'Wir machen mit.'.


25.10.2009

Schreibt einer der K.meik-Kunden: "Ich finde Ihre Seite wirklich gut. Klas klar strukturiert, übersichtlich, nicht zu viel blabla, leicht zu verstehen...wirklich gut durchdacht...auch mit dem Blog auf der front page. Gefällt mir sehr gut." und wundert sich dann, "dass Sie keine konkreten Namen von Personen oder Firmen als Referenz nennen".

Der Grund hierfür ist eine Mischung aus Diskretion und dem Ansatz, Referenzen jeweils im konkreten Zusammenhang einer Anfrage zu benennen. Ich hoffe auf Verständnis.


14.10.2009

Kognitive Wahrnehmung ist ein Buch mit sieben Siegeln. Denn etwas zu betrachten, führt zumeist dazu, es mit dem eigenen Code zu entschlüsseln und dann sich darauf zu beziehen. Das Ergebnis ist für den Außenstehenden meist überraschend. So etwas hat jetzt zur Bildfolge der k.meik-Webseite stattgefunden – statt auf die Fotos einzugehen, hat die Leserin sich mit der durch Striche angedeuteten Kurvenlogik auseinander gesetzt – hier das Ergebnis: Parabel