Ihre Chance zu integrierter Kommunikation

Klaus-Michael Erben

04.10.2011

Mitgestalten, einbinden, etwas zu einer gemeinsamen Sache machen - so richtig, so kompliziert! In Meetings durchaus, mit Mitarbeitern gelegentlich ja und mit Mitgliedern? Verbände und Parteien sind auf Geschlossenheit angewiesen. Funktionäre kommunizieren oft ohne vertiefendes Gespräch mit ihren Gremien. Doch genau das geht auf Kosten der Bindung, auf Kosten dessen zu wissen, wofür der einzelne seinen Beitrag zahlt. Deshalb sollte das 'ob' ganz bewusst mit einem klaren 'Ja' beantwortet und um das 'wie' gerungen werden. 'Wie?' das heißt, die richtigen Themen zu nutzen, Themen, die zum Kernbestand der Organisation gehören - Grundeinkommen bei den Gewerkschaften, Infrastrukturausbau bei den Autofahrern, Kümmern um den Nächsten bei den Sozialverbänden. Das fördert Engagement. Der niederländische Automobilverband hat dies kürzlich zum Thema 'Erhebung einer Straßenmaut' vorgemacht. Ein Paradebeispiel zur Orchestrierung einer Debatte, die jetzt auch in Deutschland ansteht.


01.09.2011

Co-Creation lässt sich kaum ins Deutsche übersetzen - um Beteiligen geht es. Durch geschwätzige Transportmittel wie Twitter und Facebook rückte zwar die Diskussion um das Beteiligtsein in den Mittelpunkt mancher Kommunikationsdebatte. Doch echte Beteiligungsverfahren im Sinne einer konstruktiven Findung von Ergebnissen sind beide nicht. Stattdessen kann hier vom Vorgehen in Unternehmen und Organisationen aus den Benelux-Ländern gelernt werden. Namensbekannt in der Teilnahme, Fokus auf Themen dank starker Moderation und als anonym verschlüsselte Inhalte sind dort ein Königsweg, um Zuhören auf relevante Inhalte zu konzentrieren, die 'ungehemmt' geäußert werden dürfen. Ganz spannend, was die Synthetron-Methode hier bewegen hilft.


24.06.2011

Wie die Weltmeister strengen wir uns oft an, dem Markt einfache Anwendungen für die Welt von morgen anzubieten. Doch mit 'einfachen' Dingen wird der Markt schon von den sorglosen US-Entwicklern überschwemmt. Na gut, Apple ist nicht einfach, sondern hat vielfach Komplexität auf einen einfachen Nenner gebracht - doch das ist die Ausnahme. Deutsche Unternehmen werden an der Leitkultur des 'Made in Germany' gemessen. Von uns wird erwartet, mit Komplexität umgehen zu können - sei es in der Baustatik oder bei KFZ-Komponenten, bei chemischen Entwicklungen oder bei IT-Anwendungen. Wir sind mitten im Turbo der allgemeinen Appification. Den Service-Nutzen von Apps intelligent automatisiert mit Verhaltensmustern von Nutzern zu verbinden, ist so ein Beispiel von beherrschter Komplexität.


31.05.2011


06.05.2011

Als 'mehr als nachrichtenstark' bezeichnete Marietta Slomka im Heute Journal des 5. Mai die aktuelle Lage. Damit macht sie auf dreierlei aufmerksam: (1) Voneinander isolierte Ereignisse werden immer seltener. (2) Zusammenhänge und Hintergründe zu vermitteln, überfordert das Medium Fernsehen. (3) Der Zuschauer schaut und macht zu. Für den am Geschehen wirklich Interessierten geht kein Weg an ausführlicher Berichterstattung vorbei. Das macht den anhaltenden Auflagenzuwachs von Die ZEIT und Süddeutsche Zeitung verständlich. Vielleicht sogar den der Landlust, weil mancher abschaltet, um an ganz anderer Stelle bewusst wieder einzuschalten.


15.04.2011

Lesenswert ist das, was V.i.S.d:P. hier im Interview zur Blog-Kultur zusammen getragen hat. Gut, wenn es stimmt, dass das Politische wieder in die Kommentierung Einzug hält. Twitter hat den Blogs das Leben schwer gemacht. Das war mir neu. Und flattr - es lohnt sich nicht immer!


10.04.2011

Karriere? Einsteiger wollen vorher wissen, ob sie etwas bewegen können. Wer als Jobanbieter das verstanden hat, zeigt das auf seiner Webseite und - ja richtig - nun auch durch passende APPs. Gute Beispiele für sehr gute Webseiten gibt es häufig. Manchmal steckt dann auch eine Firma dahinter, die dem Anspruch ihrer Webseite vollauf gerecht wird. Das trifft auf das Beispiel Match2Blue zu.  Und manchmal trifft man auf ein Unternehmen, dessen Webseite klassische Normalität vermittelt, obwohl es wie die Nürnberger MID eigentlich zur Königsklasse des IT-Mittelstands gehört.


31.03.2011

Zwischen Änderungswillen und Verunsicherung schwankt heute die Haltung manches Kommunikationsverantwortlichen. Deutlich wird dies dem, der sich die Mühe macht, führenden anglo-amerikanischen Blogs zu folgen. Beyond PR gehört hier zweifellos dazu. Gelernt ist jetzt, dass die iPhone App die Tür öffnet, durch die dann die Android App mit großem Erfolg hindurch marschiert. Während bei Apple drei von hundert Entwicklern hinzu verdienen, sind es dank der Google-Android-App-Nachfrage großer und kleiner Unternehmen ganze Agenturen, die sich das Fell des  Bären teilen dürfen.


04.03.2011

Klar ist, dass an Softwaretools zur Kontaktaufnahme und Zusammenarbeit niemand mehr vorbei gehen kann. Daraus zieht Facebook seine Stellung. Und viele Gesprächsinhalte dort und in jeder Menge Foren spiegeln durchaus Vorlieben und Abneigungen wieder. Deshalb kommt auch das Zuhören - neudeutsch das Monitoring - so sehr in Mode: Wissen und Einordnen, was über ein Produkt, über ein Unternehmen, über eine Leistung, über eine Person im Netz gesprochen wird. Es liegt auf der Hand: Das nächste große Ding im Internet ist eine Anwendung, mit der das individuelle Nutzerverhalten in personifiziertes Filtern übersetzt wird - ein Tischlein deck Dich also, spannend!


04.03.2011

Das Spannungsverhältnis von Politik und Wirtschaft lässt sich gerade nach seinem Fall an KT zu Guttenbergs Rhetorik erläutern: Literaturwissenschaftler Heinrich Detering spricht von "dreist geheuchelter Demut, kalkulierter Unschärfe und schlingernder Semantik". Bundeskanzlerin Angela Merkel vergibt das Etikett eines der "größten politischen Talente, die unser Land hat". Beides passt, weil die von Herrn Detering angesprochenen Eigenschaften im politischen Raum durchaus positiv zählen. Leider?


02.02.2011

One2Ones nannte man dies früher, wenn sich IT-Analysten mit den Produktmanagern von Herstellern austauschten, um zu verorten, welche Position der Experte den einzelnen im Wettbewerbsumfeld zubilligt. Jetzt hat dieses Dialog-Angebot - siehe InduKom - die Marketiers der Industrie und die vertriebsinteressierte Werbe- und PR-Wirtschaft erreicht. Nur mit dem Unterschied, dass die Zeche in diesem Fall weitgehend von den 24 sich präsentierenden Unternehmen gezahlt wird, und nur in geringem Maße von den interessierten Besuchern. Hoffen wir also, dass es sich (auch) für die teilnehmenden Kommunikationsanbieter rechnet!


17.01.2011

Mega-Wachstum auf Android - doch alle schauen auf und berichten über Apple - verkehrte Welt! Auf der CES in Las Vegas sind gerade 80 neue Android-Tablets gezeigt worden, die in den nächsten Wochen und Monaten  das iPad durch Leistung schlagen werden. Bei Android 3.0 Tablets haben Anbieter wie bspw. Verlage kaum Beschränkungen, da sie ihre Apps nicht nur im Market, sondern auch auf ihrer eigenen Website anbieten können. Schon bei den (Smartphone-) Apps zeigte sich: Nach wie vor verschlafen hier einige Firmen die starke Performance...


12.01.2011

Soziale Akzeptanz im menschlichenTonfall - das wünscht sich jedes Unternehmen, wenn es sich in sozialen Netzen engagiert. Dass dies ein Kraftakt sein kann, dass hier nicht nur Aufwand durch Zuhören, sondern zu vorderst auch durch Erforschen, wo über was und weshalb gesprochen wird, entsteht, unterschätzen viele der reinen Macher. Empfehlenswert ist es deshalb, sich mit Instrumenten zum Social Media Monitoring zu beschäftigen. Denn, was wirklich zu positiven Rückkoppelungen / Empfehlungen führt, ist, sich damit nützlich zu machen, woraus eine erwünschte Community ihren eigenen Zusammenhalt kreiert. Das mag witzig, traurig, polarisierend rüber kommen - auf jeden Fall muss es authentisch sein.


17.12.2010

Integration als Managementaufgabe ein Fremdwort? Webseiten sind Architektur- und Bauprojekte in einem - also integriert. Denn nur ein technisch machbares Layout kann mit Inhalten befüllt werden. So weit, so gut. Doch ein Webauftritt gehört zum Vertrieb - und gerade im Vertrieb leisten es sich viele Unternehmen, die Rollen so scharf zu schneiden, dass 'Integration' quasi per definitionem aus der Rollenbeschreibung herausfällt. Ein 'Demand Accelerating Manager' kümmert sich ausschließlich darum, dass die Kunden-Pipeline bestens gefüllt ist. Feedback wird woanders verarbeitet - wenn überhaupt. Jüngste Beispiele aus der Bankenszene zeigen sogar, dass Feedbackmeldungen maximal beiläufig zur Kenntnis genommen werden: Die Hunde bellen, die Karawane zieht weiter. Wie lange noch?


01.12.2010

Sog-Marketing erfordert einen Vorlauf von 2 - 3 Jahren: Richtig! Wenn aktive Kommunikationsmaßnahmen fehlen, wird der anonyme Kunde tatsächlich erst nach längerer Zeit auf eine spezielle, wenn auch gut gemachte Internet-Präsenz oder ein wesentliches Buch aufmerksam. Deshalb sollte das eine mit dem anderen Hand in Hand gehen - gehaltvoller Inhalt und aktive Marktansprache. Beides zusammen kreiert Gesprächsthemen, die im Netz gefunden und weiter vertieft werden. Das macht ein neuer Bitkom-Führer zum Hype-Thema Social Media Kommunikation deutlich - beachtenswert!


19.11.2010

Spannend wird's erst, wenn Überraschung aus einer Umgebung von Routine erwächst - ergo: Überraschungen in Folge wirken wie eine Sau nach der anderen, die durch's Dorf getrieben wird. Oder wie 10 Kölner Dome, die sich gegenseitig Konkurrenz machen, so daß der einzigartige Dom gar nicht mehr auffällt. Das macht Kommunikation heute so schwierig - mitten aus der Routine heraus einen Haken schlagen, der inmitten der kreuzbraven Striche seiner Umgebung bleibend auffällt. Vorbild Thomas Mann: Jeden Tag um 9.00h an den Schreibtisch, jeden Tag nahezu das gleiche Schreibpensum, jeden Abend die ähnlichen Routinen - und dazwischen Höhepunkte der Weltliteratur. Auch im Sport ist das zu finden: Gleicher Morgentee, gleiche Morgenmusik, gleicher Aufwärmpartner und dann - Kampf um eine Medaille, in dem der siegt, der zum richtigen Zeitpunkt die Sieg verheißende Überraschung ins Spiel bringt. So kürzlich erlernt von Ole Bischof, seines Zeichens amtierender Judo-Olympiasieger. 


04.11.2010

Wenn die Markenausstrahlung schwächelt, steht es um den Produktverkauf auch bald schlecht. Nur, was genau bringt heute eine Marke zum Strahlen? Kommunikationsexperten belegen in immer größerer Zahl, dass auch hier das Internet eine Rolle spielt. Zum einen, weil wir nahezu unmerklich in eine Welt des 'Internet der Dinge' hinein wachsen: Der QR-Code an der Kleidung klärt uns über die Herstellungsform auf. Der Laufschuh mit dem Chip im Inlay gibt uns Auskunft über unsere Trainingsroutine. Zum anderen, weil sich aus dem Umgang mit sozialen Netzwerken eine Art von Dauer-Interaktivität entwickelt, die der Nutzer auch auf seine sonstige Lebensumgebung überträgt. Ein Gegenstand des täglichen Gebrauchs wirkt öde, wenn er nicht von sich aus 'antwortet'. Das, womit wir uns umgeben, sollte bitteschön 'gläsern' sein - ein Problem, das manchen Hersteller inspirieren und andere verzweifeln lassen wird.


25.10.2010

Meinungsführerschaft ist eine sensible Ware, vor allem, wenn - siehe Stuttgart 21 - Angst und Verneinung gepredigt wird. Denn Menschen gründen ihre Entscheidungen nur in äußerster Not auf einzelne Ereignisse. Sogar ohne sie im einzelnen wiedergeben zu können, entwickeln sie aus Umfeldinformationen Ansichten, denen sie beharrlich nachgehen. Das soziale Netz wird schwächer + die Gesellschaft altert merklich + die Finanzwelt führt ein Leben außerhalb der Verhältnisse von Otto Normalverbraucher + die Qualitäts- und Effektivitätskunst der deutschen Industrie wird auf vielen Märkten honoriert: Daraus addiert sich, für die eigene Leistung mehr denn je Verantwortung zu übernehmen. Bis hin dazu, dass in einem trendigen Manufactum-Laden die Nachfrage nach Einmachgläsern steigt, so die heutige Süddeutsche Zeitung, die - vielleicht auf den Spuren der FAZ? - bislang bereits mehrfach das Geschäftsprinzip der Herren Hoof und neuerdings Otto hinterfragte... 


13.10.2010

Kluge Kommunikation beginnt mit dem richtigen Fragen: 'Are we asking the right questions?' war die Schlüsselfrage der Demoskopin Elisabeth Noelle-Neumann. Dies stösst auch an, in der Begegnung, im Miteinander und gerade auch in der Beratung komplexer Herausforderungen auf ein 'richtiges' Fragen zu drängen. Darauf zielt die Klausurtagung 'Überholstrategien in einem komplexen Alltag', die das White Horse Institut am 2. und 3. Dezember 2010 ausrichtet. Könnte spannend werden - gerade für Manager, die auf Ja-Sager gern verzichten wollen.


09.09.2010

Gerade große Agenturen halten sich für etwas Besseres - das jedenfalls war der Eindruck vom Frankfurter Medienmittwoch vom 8. September 2010. Denn Agenturen meinen, sie hätten es verdient, nicht vom Einkauf strengstens unter die Lupe genommen zu werden. Man will nicht gefragt werden, wie sich denn diese und jene Vorleistung kalkulieren lässt. Ja, man verschliesst offensichtlich die Augen vor der um sich greifenden Atomisierung aller Wertschöpfungsketten. Hallo? In einer Projektgesellschaft stellt man die Angebote aus Puzzlesteinen zusammen, die Zug um Zug durchaus auch einmal aus Ländern kommen können, deren Vor-Ort-Kosten nur 1/10 der deutschen Preise betragen. Vorbild: Automobilzulieferer. Na klar!


14.07.2010

Kommunikativ spannend ist, was sich medial zur Euro-/Griechenlandkrise abspielt. Einerseits ringt die griechische Regierung darum, ihr Sparprogramm durchzusetzen. Andererseits kauft die EZB still und leise Griechenland-Anleihen mit einem Abschlag von 30 Prozent auf. Letzteres ist wirkungsvoll. Denn drauflegen will die EZB höchstwahrscheinlich nicht - und senkt damit auch den möglichen Abschreibungsbedarf vor allem deutscher Banken. Kurz: Der griechische Beitrag zur Krisenbewältigung ist von eher marginaler Bedeutung. Das Medienecho wird sich jedoch kaum auf die EZB-Intervention konzentrieren wollen.


04.07.2010

Aha - 4:0 gegen Argentinien: Das war nicht alles. 'Joggi' Löw hatte sich verwettet und 'muss' nun für vier Sporteinrichtungen in südafrikanischen Townships Fußbälle stiften. Grund: Das 1:0 fiel aus einer sogenannten Standardsituation heraus, eine Leistung an die der Bundestrainer auch im Traum nicht zu glauben gewagt hatte. Eine unwesentliche Randerscheinung oder doch ein Zeichen, dort zu Gast zu sein, wo Freunde für's Leben wohnen?


08.06.2010

Nein, es geht hier nicht nur um das IPhone 4. Strukturwandel ist noch das harmloseste Wort für das, was sich derzeit im Kommunikationsalltag abspielt. Denn immer mehr Menschen schwenken darauf ein, sich mit Preisgabe von Informationen aus ihrer Privatsphäre Nutzen in der Interaktion mit ihrer Umwelt zu verschaffen. Das Verrückte dabei: Viele (und nicht nur junge) Menschen sind bereits so weit - dann finden sie jedoch in der Unternehmensorganisation Strukturen vor, die meilenweit von dieser Kommunikation entfernt sind. Kann es wahr sein, dass es den Mitarbeitern in der Trendabteilung des VW-Konzerns verwehrt ist, sich während der Arbeitszeit in Web 2.0 Umgebungen zu tummeln?


26.05.2010

Sprechgeschwindigkeit und wahrgenommene Nachdenklichkeit sind eher ungleiche Brüder. Bei dem jetzt in die Internet-Schlagzeilen gekommenen Bremer Next Practice Professor Peter Kruse ist die Symbiose durchaus gelungen - Schnellsprecher mit Tiefgang. Doch tatsächlich erstaunt - mindestens unter wissenschaftlichen Gesichtspunkten - seine schmale Veröffentlichungsliste.


11.05.2010

Setzt man sich mit Twitter auseinander, dann erlebt man auch im Profi-Umfeld manchen Ständig-Sprecher. Hier gehört es durchaus dazu, sich Experten zur Analyse der eigenen Reputationswirkung an die Seite zu holen. Spannend ist, wie weit hier die Relevanz-Forschung vorgedrungen ist. Mit einem Beispiel kann man sich im Media Account von Landau Media vertraut machen.


05.05.2010

Zum Innovationsverständnis gehört eine kritische Quellenselektion. Das muss jetzt auch Twitter, Blogs und soziale Netzwerke umfassen. Das hat Herr Schirrmacher durchaus recht. Nur zum Zeitbudget für die, die hieraus keine Einkünfte ziehen, hat er nichts gesagt.


22.04.2010

Was treibt einen Redakteur? Geschrieben stand Sinn gemäß zum Thema Steuerschlupflöcher: Wenn eine BVI zur Ummantelung einer Stiftung vorgeschaltet wird, dann lässt sich der Geldfluss nicht mehr nachvollziehen. Musste er einen so klaren Fingerzeig geben? Vielleicht ist das in betuchten Kreisen ja allgemein bekannt, so daß hier keine Anleitung zur Steuerhinterziehung veröffentlicht wurde? Dann darf ich auch erläutern, dass BVI für British Virgin Island Gesellschaft steht. Ärgerlich - wer weiß?


02.04.2010

Mit Nachrichten ist es wie mit den Blumen - erst Auffälliges erzeugt einen Erinnerungswert. Doch zugleich drängt das Auffällige den Rest in den Hintergrund. Präsident Obama erlaubt Ölbohrungen vor den US-Küsten? Ja, leider - doch immerhin stellt er mit der Bristol Bay wesentliche Teile der Westküste von Alaska unter Schutz. Das geht unter - obwohl gerade dort der Kampf um die schützenswerte Umwelt besonders hart ausgefochten wurde. Wie ausgewogene Berichterstattung aussehen kann, zeigt der Tagesspiegel aus Berlin.


12.03.2010

Absprung in 1.962 Metern über dem Meer - es verblieben ihm genau 20 Sekunden, um über sein Leben nachzudenken. Ob die Geschichte wohl gut ausgeht? Laut Herrn Schneider durfte er nicht höher hinaus...


01.03.2010

Zu gut, um nicht darauf zu verweisen. Björn Eichstaedt von Storymaker erklärt den integralen Ansatz von Online-Kommunikation am Beispiel von Mutter Erde: Mir gefielt diese bildhafte Beschreibung, weil sie hilft, Berührungsängste abzubauen - oder noch eher, weil sie ein passender Beitrag dazu ist, die digitale Kluft zu verringern.


03.02.2010

Vor allem informelles Kommunizieren und Handeln ist weiter im Vormarsch. Darauf machte in seinem Eröffnungsbeitrag auf der Learntec 2010 Pieter de Vries von der Universität Delft aufmerksam.  Mehrheitlich seine jüngeren Zeitgenossen betitelte er mit dem Ausdruck 'homo zappiens', wissbegierig jedoch oft orientierungslos. 80 Prozent unserer Zeit sei der heutige Wissensarbeiter am Lernen, ohne dies selbst so zu nennen. Denn auch und gerade Kommunikation am Arbeitsplatz, Recherche im Internet, elektronisch unterstützte Zusammenarbeit vergrößere das Wissen des einzelnen im Umgang mit der sich immer stärker vernetzenden Welt. Formelles KLassenraumlernen werde dadurch in den Hintergrund gedrängt. Statt Beidenungsanleitungen zu lesen, werde immer öfter das sich in den social media formende persönliche Netz befragt. Das hat erhebliche Auswirkungen auf Erfolgsstrategien in der Kundenkommunikation. Bereits morgen gilt es, zu erkennen, in welchen Netzen sich der eigene Kunde gerade bewegt.


08.12.2009

Robust. Langsam infiltriert dieses Wort unser Kommunikationsrepertoir. Vormals bezog es sich auf Dinge und attestierte ihnen, auch unter ungünstigen Bedingungen zuverlässig zu funktionieren. Jetzt wird es auf Handlungen bezogen und besagt, sich bei deren Umsetzung von nichts und niemandem beirren zu lassen - im Zweifelsfall mit Gewalt. Über Ethik und Moral wird dazu an höherer Stelle entschieden. Fraktion A meint: Genau deshalb sollte man dieses Wort wieder streichen - unverzüglich. Fraktion B diskutiert über die Umstände - man muss sie ins Kalkül ziehen.


09.11.2009

Packend. Vom Redeauftritt einer Person lässt sich unmittelbar auf dessen Bereitschaft zu kommunizieren schliessen. Friedensnobelpreisträger Muhammed Yunus machte jetzt in Wiesbaden sein Interesse am anderen eindrucksvoll klar durch eine packend beispielhafte Schilderung. Die Begegnung mit einer bitterarmen Bambusstuhlherstellerin führte ihn zu seinem Ansatz der Mikrokreditvergabe. Sein hautnahes Erleben der Grundbedürfnisse in Ernährung und Gesundheit stand Pate für die von ihm begründete Social Business Bewegung.


30.10.2009

Priorisieren. Wer das boomende Thema 'Wirtschaft und Ethik' verfolgt, bekommt pro Woche gleich mehrere Einladungen - mal von Buchautoren, die Allgemeinplätze vermitteln, mal von World Cafés für neue Einsichten im Kreis Gleichgesinnter und dann - erfreulich - auch von wirklich Berufenen, die dicke Bretter bohren: www.kloster-academie.de und www.schweisfurth.de sind hier zu nennen.